Rio de Janeiro Abenteuer: Drachenfliegen, Klettern, Surfen
Inhalt
Wer in Rio de Janeiro Action sucht, findet sie auf engem Raum: vormittags mit dem Drachenflieger von einer Rampe starten, nachmittags am Strand surfen und abends zurück im Hotel sein. Berge, Regenwald und Atlantik liegen hier direkt nebeneinander, deshalb passt ein Abenteuertag auch in einen kurzen Städtetrip.
Wir haben die Möglichkeiten nach Element sortiert, jeweils mit passender Jahreszeit und den praktischen Details, an denen ein Tag gelingt oder scheitert. Für die übrigen Tage hilft die Route für drei Tage in Rio, in der die klassischen Sehenswürdigkeiten zwischen den Aktivitäten Platz finden.
Bevor Sie buchen
Fast alles hängt von Wind, Wolken oder Wellen ab. Legen Sie wetterempfindliche Aktivitäten deshalb in die ersten Tage und planen Sie am Ende einen Reservetag ein. Anbieter sagen ab, wenn der Wind nicht passt oder die Gipfel in Wolken stecken; mit flexiblem Zeitplan verlieren Sie nichts.
- Wählen Sie lizenzierte Anbieter mit Guides, geprüfter Ausrüstung und Versicherung und fragen Sie, was bei wetterbedingter Absage passiert.
- Beachten Sie die Gesundheitshinweise: Drachenfliegen und Klettern sind bei Herz-, Rücken- oder Gleichgewichtsproblemen ohne ärztliche Zustimmung nicht ratsam.
- Preise schwanken je nach Anbieter und Saison stark; vergleichen Sie aktuelle Angebote, statt sich auf eine Zahl aus einem Artikel zu verlassen.
- Packen Sie Sonnenschutz, eine Trinkflasche und eine wasserdichte Hülle fürs Handy ein; die Sonne ist auch bei Wolken kräftig.
- Nehmen Sie an Stränden und Wegbeginnen möglichst keine Wertsachen mit und fahren Sie abends per App-Taxi zurück.
In der Luft: Tandem-Drachenfliegen über São Conrado
Das Erlebnis, das man mit Rio verbindet, ist der Tandemflug von der Rampe an der Pedra Bonita hinunter zum Strand von São Conrado. Sie hängen am Piloten, laufen ein paar Schritte die Rampe hinunter und gleiten dann über Wald, Felswände und Küste. Mit Transfer und Einweisung dauert der Ausflug etwa zwei Stunden, der Flug selbst ist kurz.
Der Wind entscheidet. An guten Tagen fliegt man vormittags, meist mit der besten Sicht; ist der Wind zu schwach oder zu böig, wird verschoben oder abgesagt. Buchen Sie daher früh im Aufenthalt und nicht am letzten Tag. Für Einsteiger ist das geeignet, weil der Pilot die Technik übernimmt; wer Probleme mit Herz, Rücken oder Gleichgewicht hat, fragt vorher einen Arzt.
Am Fels und im Wald
Klettern am Zuckerhut
Die meisten fahren mit der Seilbahn auf den Zuckerhut, doch die Granitwände sind auch ein klassisches Ziel für Mehrseillängen-Touren. Mit Guide und Ausrüstung folgen Anfänger leichten Routen, Erfahrene suchen schwierigere Linien. Rechnen Sie mit einem halben Tag und starten Sie früh; die trockenen Monate von Mai bis September gelten meist als am zuverlässigsten.
Eine geführte Klettertour ist etwas ganz anderes als ein Spaziergang zum Aussichtspunkt. Sagen Sie dem Anbieter ehrlich, wie fit Sie sind und wie es um Ihre Höhenangst steht; ein guter Guide wählt die Route passend aus. Wer Berge liebt, findet in unserem Beitrag zum Wandern rund um Cusco einen Eindruck davon, wie eine Tour in großer Höhe abläuft.
Mountainbike im Tijuca-Wald
Der Tijuca ist ein riesiger Regenwald mitten in der Stadt; wer hier radelt, erlebt Wasserfälle, schattige Anstiege und schnelle Abfahrten auf Waldwegen. Sinnvoll ist eine geführte Tour von rund drei Stunden: Der Guide kennt die Strecken, stellt Rad und Helm und bringt Sie zurück, bevor am Nachmittag die Wolken kommen. Nehmen Sie reichlich Wasser mit, denn die Luftfeuchtigkeit macht auch mittlere Anstiege anstrengend.
Von Mai bis September sind die Wege fester und die Sicht klarer. Nach starkem Regen werden sie rutschig; schlägt der Guide eine Planänderung vor, bestehen Sie nicht auf der Tour.
Auf dem Wasser: Surfen, Paddeln, Kitesurfen, Tauchen
Surfen in Arpoador und Prainha
Arpoador am Ende des Ipanema-Strandes gehört zu den bekanntesten Surfspots der Stadt, und der Applaus für die Sonne, die hinter den Felsen untergeht, ist fast schon ein Ritual. Es ist voll und felsig, Anfänger sollten daher einen Kurs belegen und die Lage beobachten, bevor sie hinauspaddeln. Die besten Wellen kommen meist zwischen Mai und August, die Saison reicht insgesamt von März bis Oktober.
Ruhiger ist Prainha, eine kleine Bucht in einem Naturschutzgebiet mit beständigen Wellen. Unter der Woche ist es dort leerer, aber weit vom Zentrum entfernt, Sie brauchen also ein Auto oder einen organisierten Transfer. Weil die Bucht offener liegt, ist sie eher für Surfer mit etwas Erfahrung gedacht.
Stand-up-Paddling auf der Lagoa
Wirkt der Ozean zu wild, bietet die Lagoa Rodrigo de Freitas ruhiges Wasser mit dem Corcovado im Hintergrund. Das Paddeln ist hier risikoarm und lässt sich in unter einer Stunde lernen; morgens ist die Oberfläche meist glatter. Eine gute Wahl für Familien oder für einen sanften Tag nach einer anstrengenden Aktivität.
Kitesurfen in Barra da Tijuca
Der lange Strand von Barra da Tijuca hat beständigen Wind, der für Kurse und Materialverleih taugt. Die Brise legt meist am Nachmittag zu, daher sollte der erste Kurs am Vormittag stattfinden, wenn der Wind leichter zu beherrschen ist. Zwischen Mai und September weht es stärker, was Fortgeschrittene freut und Anfänger fordert.
Tauchen bei den Cagarras-Inseln
Eine kurze Bootsfahrt von Ipanema entfernt bieten die Cagarras-Inseln Tauchgänge in kühlem Wasser mit Schildkröten und vielen Fischen. Die Sicht schwankt mit Wetter und Dünung, fragen Sie deshalb am Morgen beim Anbieter nach. Wärmer und klarer ist es von Dezember bis März. Mit Tauchschein oder einem Schnupperkurs ist das ein Halbtagesausflug.
Den passenden Abenteuertag zusammenstellen
Bündeln Sie die Aktivitäten nach Lage, damit der Tag nicht im Stau endet. Die Südzone eignet sich für Drachenfliegen, Arpoador und die Lagoa, alles in kurzer Fahrt von Ipanema. Barra da Tijuca und Prainha gehören auf einen anderen Tag, da beide weit im Westen liegen und Transport brauchen. Der Tijuca-Wald lässt sich gut mit dem Besuch der Christusstatue verbinden.
Eine entspannte Woche könnte so aussehen: am ersten Tag eine Surfstunde in Arpoador, am zweiten morgens der Flug über São Conrado und zur Erholung Paddeln auf der Lagoa. Abends passen Meeresfrüchte oder eine Caipirinha, und im Rio-Reiseführer finden Sie Stadtviertel, in denen Sie gut wohnen.
Sicherheit im Alltag der Aktivitäten
Überspringen Sie nie die Einweisung, auch wenn die Gruppe ungeduldig ist. Fragen Sie, wie viele Personen ein Guide betreut, wie die Stornobedingungen lauten und ob die Ausrüstung nach jedem Einsatz geprüft wird. Verzichten Sie am Vorabend eines frühen Flugs oder Tauchgangs auf Alkohol und nennen Sie Medikamente, Verletzungen oder eine Schwangerschaft. Haben Sie am Tag selbst ein ungutes Gefühl, sagen Sie es; gute Guides verschieben lieber, als ein Risiko einzugehen.
An Rios Stränden gibt es starke Strömungen, baden Sie daher in der Nähe der Rettungsposten und beachten Sie die Flaggen. Bleiben Sie auf markierten Wegen und sagen Sie jemandem Bescheid, wenn Sie allein radeln oder wandern.
Aus der Idee einen Plan machen
Abenteuertage wirken am besten im Wechsel mit ruhigen Tagen. Stellen Sie Ihre Woche im Rio-Planer zusammen, mischen Sie Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten und öffnen Sie die Abenteuerseite, um alle Angebote auf der Karte zu sehen.