Wandern in Kapstadt: Tafelberg und die besten Routen
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Wer in Kapstadt wandern möchte, muss die Stadt nicht verlassen: Die Pfade am Tafelberg beginnen praktisch hinter den letzten Häusern. Schwieriger ist die Wahl der Route, die zu Kondition, Wetter und Zeitbudget passt. Deshalb sind die wichtigsten Touren hier nach Aufwand sortiert, vom sanften Spaziergang bis zum harten Aufstieg.
Bevor Sie losgehen
Gemessen an den Alpen sind diese Berge klein, doch sie steigen fast direkt aus dem Meer auf, und das Wetter kann binnen Minuten kippen. Ein klarer Morgen kann auf dem Plateau in Wind und Nebel enden, und die berühmte Wolke, die über den Tafelberg fließt, nimmt manchmal jede Aussicht. Nehmen Sie mehr Wasser mit als gedacht, ziehen Sie sich in Schichten an und sagen Sie jemandem, welche Route Sie gehen.
An den offenen Hängen gibt es kaum Schatten, daher sind die frühen Stunden am angenehmsten, und der Abstieg sollte weit vor der Dunkelheit enden. Zugangsregeln, Sicherheitshinweise und der Betrieb der Seilbahn hängen von Jahreszeit und Wetter ab; prüfen Sie vorab die offizielle Seite des Table Mountain National Park. Wie sich das Wandern in einen längeren Aufenthalt fügt, zeigt unser Beitrag zu den besten Aktivitäten in Kapstadt.
Sanfter Einstieg
Cecilia Forest in Constantia
Wer Schatten und Ruhe sucht, ist im Cecilia Forest richtig, einem Waldpfad in Constantia, der zu einem Wasserfall führt. Die Strecke ist rund 4 km lang, leicht und überwindet etwa 150 Höhenmeter, auch für Kinder gut geeignet. Hunde laufen hier oft frei, was man wissen sollte, wenn jemand Angst vor ihnen hat. Die nahen Weingüter bieten sich danach als Nachmittagsprogramm an.
Küstenweg bei Cape Point
An der Spitze der Kap-Halbinsel ist der Küstenweg bei Cape Point leicht und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Leuchtturm, offener Ozean und das Gefühl, am Rand des Kontinents zu stehen, machen den Reiz aus. In der Gegend leben Paviane; die Regel der Einheimischen lautet: nie Essen zeigen und die Tasche geschlossen halten. Mit dem Auto ist die Anreise deutlich einfacher.
Mittelschwere Gipfel mit großer Aussicht
Lion's Head bei Sonnenauf- oder -untergang
Der beliebteste Berg für Sonnenuntergänge ist Lion's Head, ein Gipfel von etwa 669 Metern, den man über einen spiralförmigen Pfad besteigt. Hin und zurück sind es rund 5,5 km mit 370 Höhenmetern, meist zwei bis drei Stunden. Oben sehen Sie Stadt, Ozean und Tafelberg zugleich. Vollmondwanderungen sind beliebt; nehmen Sie eine Stirnlampe mit und gehen Sie nachts nie allein.
Skeleton Gorge ab Kirstenbosch
Die Skeleton Gorge beginnt im Botanischen Garten Kirstenbosch und führt durch eine bewaldete Schlucht hinauf zum Tafelberg. Etwa 6 km und rund 560 Höhenmeter, mittlerer Schwierigkeitsgrad. Der Wald ist kühl und grün, doch Leitern und Ketten können nach Regen rutschig sein. Viele machen daraus eine Halbtagestour und schlendern danach durch die Gärten.
Sentinel Peak und Chapman's Peak
Auf der Atlantikseite überragt der felsige Sentinel Peak die Hout Bay: etwa 5 km und 420 Höhenmeter. Es ist windig, also gehört auch an warmen Tagen eine Windjacke in den Rucksack. Der Chapman's Peak erhebt sich über der berühmten Küstenstraße zwischen Hout Bay und Noordhoek; rund 4 km und 300 Höhenmeter. Er eignet sich für den späten Nachmittag, doch mit Taschenlampe, falls Sie erst nach Sonnenuntergang zurückkehren.
Die harten Brocken: Platteklip Gorge und Devil's Peak
Die Platteklip Gorge ist der kürzeste und steilste direkte Weg auf den Tafelberg: nur etwa 3 km, aber rund 700 Höhenmeter am Stück. Rechnen Sie mit zwei bis drei Stunden Aufstieg. Starten Sie früh, denn die Nachmittagssonne zehrt an den Kräften. Oben können Sie das Plateau erkunden und entscheiden, ob Sie zu Fuß absteigen oder die Seilbahn nehmen, deren Betriebszeiten vom Wetter abhängen.
Der Devil's Peak östlich des Tafelbergs ist spitzer und länger: etwa 7 km, wieder um die 700 Höhenmeter, ungefähr vier Stunden. Feste Schuhe sind wegen der felsigen Passagen nahe dem Gipfel wichtig, und belohnt wird man mit weitem Blick über die Stadt und die Table Bay. Die Tour ist für erfahrene Wanderer, die umkehren, wenn sich die Bedingungen verschlechtern.
So lassen sich die Touren kombinieren
- Ein Tag: Lion's Head bei Sonnenaufgang, danach ein ruhiger Nachmittag in der Stadt.
- Zwei Tage: Skeleton Gorge mit Kirstenbosch an einem klaren Morgen, der zweite Tag bleibt leichter.
- Drei Tage: einen Tag für die Halbinsel mit Cape Point oder Chapman's Peak, die Platteklip Gorge für das beste Wetter aufsparen.
- Gemütliches Tempo: Cecilia Forest und kurze Küstenwege statt harter Anstiege.
Planen Sie immer einen Reservetag ein. Wind und Wolken können das Plateau sperren, und ein Routenwechsel ist klüger, als eine riskante Tour zu erzwingen. Wie eine andere Hafenstadt Küste und Stadt verbindet, zeigt Sydney in 3 Tagen.
Praktische Hinweise am Startpunkt
- Tragen Sie Schuhe mit gutem Profil; der Fels ist stellenweise glatt, stellenweise lose.
- Sonnenschutz brauchen Sie auch an kühlen Tagen, denn Schatten ist rar.
- Laden Sie eine Offline-Karte und legen Sie den Rückweg vorher fest.
- Gehen Sie in Gesellschaft, besonders auf ruhigen Pfaden, und beachten Sie die aktuellen lokalen Sicherheitshinweise.
- Lassen Sie keine Wertsachen sichtbar im geparkten Auto.
Auch die Anreise gehört zum Plan. Für Startpunkte nahe der Stadt genügen Taxis und Fahrdienst-Apps, die Halbinsel erkunden Sie am besten mit dem Auto. Alle Routen mit Distanzen und Startpunkten sehen Sie auf der Wanderseite von Kapstadt in der Karte.
Ihren eigenen Wanderplan erstellen
Die beste Reise mischt einen anspruchsvollen Tag mit einigen sanften und lässt Spielraum fürs Wetter. Gehen Sie vom Kapstadt-Reiseführer aus, wählen Sie passende Routen und lassen Sie den Planer sie Tag für Tag verteilen, damit sich die Anstiege nicht häufen.
Ob ruhiger Waldpfad oder die steile Linie der Platteklip Gorge: Die Belohnung in Kapstadt ist dieselbe, nämlich Berg, Stadt und Ozean in einem Blick. Früh starten, das Wetter respektieren, den Rest erledigen die Wege. Für eine größere Reise öffnen Sie den Kapstadt-Plan und ordnen die Wanderungen um Ihre anderen Interessen an.